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Gedichte und Texte

 

William Shakespeare: Sonett 128

How oft, when thou, my music, music play'st Upon that blessed wood whose motion sounds With thy sweet fingers, when thou gently sway'st The wiry concord that mine ear confounds,

Do I envy those jacks that nimble leap To kiss the tender inward of thy hand, Whilst my poor lips, which should that harvest reap At the wood's boldness by thee blushing stand!

To be so tickled, they would change their state And situation with those dancing chips O'er whom thy fingers walk with gentle gait, Making dead wood more blest than living lips.

Since saucy jacks so happy are in this, Give them thy fingers, me thy lips to kiss.

 

Übersetzung: Wolf Biermann


Wie oft, mein Herz, wenn du die Tasten rührst, Daß unter deinen zarten Fingern klingt Beglückt ihr Holz, und alle Saiten führst Zum vollen Einklang, der mein Ohr bezwingt;

Wie oft beneide ich die Tasten dann, Die deiner Hand entbieten ihren Kuß, Wenn ich in der Entsagung schwerem Bann Ihr keckes Spiel errötend sehen muß.

Ach, meine Lippen tauschten Rang und Stand Mit ihnen gern um soviel Seligkeit, Da totem Holz der Druck von deiner Hand Mehr Glück als der lebend'gen Lippe leiht.

Scheint wert das Holz so hoher Gnade dir, Gib ihm die Hand zum Kuß, die Lippe mir!

Übersetzung: Max Josef Wolff


„Madame Szymanowska, aus Warschau, Pianospielerin über alle Begriffe, anmuthig über allen Preis, überreicht Gegenwärtiges. Behandeln Sie solche mit menschlich häuslichem Vertrauen, das ist, was sie bedarf; dafür bringt sie viel mit, wohin sie sich auch wendet.“ (Johann Wolfgang von Goethe an Christoph L.F. Schultz, 1823)

Da schwebt hervor Musik mit Engelsschwingen,
Verflicht zu Millionen Tön um Töne,
Des Menschen Wesen durch und durch zu dringen,
Zu überfüllen ihn mit ew’ger Schöne:
Das Auge netzt sich, fühlt im höhern Sehnen
Den Götterwert der Töne wie der Tränen.

(J. W. von Goethe, Auszug aus dem Gedicht An Madame Marie Szymanowska: Aussöhnung)